Du planst die Einrichtung oder den Umzug deines Büros. Du bist Büro- oder Facility-Manager, Teamleitung oder Selbständige und brauchst klaren Rat zur Platzfrage für Aktenvernichter. Oft entscheidet der verfügbare Raum darüber, ob ein Gerät praktisch nutzbar ist oder ständig im Weg steht. Typische Situationen sind Neuausstattung, Büroumzug, enge Arbeitsplätze oder gestiegene
Datenschutzanforderungen. Jede dieser Situationen bringt eigene Anforderungen an Standort und Größe mit.
In diesem Artikel erfährst du, worauf es konkret ankommt. Wir erklären den Geräte-Fußabdruck und zeigen, wie viel Reservefläche du für Bedienung und Wartung einplanen musst. Du lernst notwendige Bewegungs- und Serviceabstände kennen. Wir machen deutlich, welche Müllbehältergröße sinnvoll ist, je nach Aktenvolumen und Leerungsintervallen. Außerdem vergleichen wir Standortoptionen. Du bekommst Vor- und Nachteile von Schreibtischgeräten, Standgeräten und zentralen Stellen im Büro. Sicherheits- und Lärkaspekte sind ebenfalls Thema. Und wir geben erste rechtliche Hinweise, etwa zu Aufbewahrungs- und Vernichtungsfristen unter der DSGVO.
Eine durchdachte Platzplanung spart Zeit und Ärger. Sie verhindert Arbeitsunterbrechungen und Zusatzkosten. Dieser Artikel hilft dir bei Entscheidungen zu Gerätetyp, Standort und Behältergröße. Weitere Abschnitte enthalten konkrete Maße, Checklisten und praktische Tipps.
Platzbedarf von Aktenvernichtern: schnelle Einordnung
Bevor du ein Gerät auswählst, hilft ein klares Bild vom Platzbedarf. Unterschiedliche Gerätetypen brauchen unterschiedliche Stellflächen. Sie benötigen auch unterschiedliche Freiräume für Bedienung und Service. Zudem variieren Behältergrößen, Blattkapazitäten und Sicherheitsstufen. Das beeinflusst Standortwahl und Arbeitsablauf.
Die folgende Übersicht zeigt typische Maße und Einsatzbereiche für vier Gerätetypen. Die Angaben sind praxisnahe Richtwerte. Prüfe sie anhand konkreter Modelle und deiner Raumaufteilung.
| Gerätetyp |
Fußabdruck (B x T) |
Mindestabstand Bedienung/Wartung |
Behältervolumen |
Blattkapazität |
Sicherheitsstufe |
Einsatz / Vor- & Nachteile |
| Schreibtisch-Verwender |
ca. 30 x 15 cm |
Front frei 20 cm, Seiten je 5–10 cm |
5–10 Liter |
5–10 Blatt (manuell) |
P-2 bis P-4 (DIN 66399) |
Für einzelne Arbeitsplätze. Vorteil: platzsparend, leise. Nachteil: häufiges Entleeren, begrenzte Kapazität. |
| Kompakte Standgeräte |
ca. 40 x 30 cm |
Front frei 30 cm, Seiten 10–20 cm |
20–30 Liter |
10–20 Blatt |
P-3 bis P-4 (DIN 66399) |
Für kleine Teams oder Einzelpersonen mit höherem Bedarf. Vorteil: bessere Kapazität, mobil. Nachteil: nimmt Bodenfläche ein, moderates Geräusch. |
| Große Büro-/Teamvernichter |
ca. 50 x 40 cm |
Front frei 50 cm, Seiten 20–30 cm |
40–70 Liter |
20–40 Blatt |
P-4 bis P-5 (DIN 66399) |
Für Abteilungen und starkes Aufkommen. Vorteil: selteneres Leeren, höhere Leistung. Nachteil: größerer Stellplatz, mehr Gewicht. |
| Großraum- / Zentralvernichter |
ca. 80 x 60 cm oder modular |
Front frei 80 cm, Seiten 40–60 cm, Servicezugang |
100–200 Liter oder externer Container |
50–200 Blatt / kontinuierlich |
P-5 bis P-7 (DIN 66399) |
Für zentrale Vernichtung großer Mengen oder sensible Daten. Vorteil: hohe Sicherheit und Durchsatz. Nachteil: hoher Platzbedarf, größere Investition, Geräusch und Wartung beachten. |
Kurzes Fazit
Plane Fläche plus freie Zugänge ein. Berücksichtige Entleerungsrhythmen und Sicherheitsanforderungen. Für sensible Daten empfiehlt sich eine höhere Sicherheitsstufe und zentraler Standort. Für kleine Teams sind kompakte Standgeräte die pragmatische Wahl. Diese Tabelle gibt dir Orientierung. In den folgenden Abschnitten findest du konkrete Maße, Checklisten und Platzierungs-Tipps.
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Homeoffice / Einzelarbeitsplatz
Für den Heimarbeitsplatz brauchst du ein kompaktes Gerät. Empfehlenswert sind Schreibtischvernichter oder sehr kompakte Standgeräte. Stellfläche etwa 30 x 15 cm. Behältervolumen reicht meist 5–10 Liter. Sicherheitsstufe: P-2 bis P-4, abhängig von Sensibilität der Unterlagen. Leerung erfolgt bei gelegentlicher Nutzung ein- bis zweimal pro Woche. Achte auf geringe Lautstärke und einfache Entleerung. Stelle das Gerät neben den Schreibtisch oder in ein Regalfach mit Frontzugang.
Kleines Büro (2–5 Personen)
Für kleine Teams sind kompakte Standgeräte sinnvoll. Fußabdruck etwa 40 x 30 cm. Behältervolumen 20–30 Liter. Sicherheitsstufe: P-3 bis P-4. Leere Rhythmus zwei- bis drei Mal pro Woche bei normalem Papieraufkommen. Stelle das Gerät zentral im Raum oder in der Nähe des Druckers. Achte auf ausreichenden Frontabstand zum Entnehmen des Behälters und auf moderate Geräuschwerte.
Mittelgroßes Büro (6–20 Personen)
Hier sind große Büro- oder Teamvernichter die pragmatische Wahl. Fußabdruck etwa 50 x 40 cm. Behältervolumen 40–70 Liter. Sicherheitsstufe: P-4 bis P-5. Leerung je nach Nutzung täglich bis mehrmals pro Woche. Stelle das Gerät zentral in einem Kopierraum oder in einer eigenen Ecke mit freiem Servicezugang. Plane ausreichend Abstand vorne und seitlich für Wartung.
Kanzlei / Arztpraxis mit hohem Datenschutzbedarf
Bei sensiblen Daten wählst du höhere Sicherheitsstufen. Empfohlen: P-5 bis P-7. Geräte sind oft als Großraum- oder Zentralvernichter ausgelegt. Behältervolumen 100 Liter oder externer Container. Fußabdruck und Serviceabstände deutlich größer. Leerezyklen abhängig vom Patienten- oder Mandantenaufkommen, oft täglich. Stelle den Vernichter in einem abschließbaren Technikraum oder in einem zentralen Bereich mit kontrolliertem Zugang.
Empfangs- oder Zentralstationen
Am Empfang oder in einer zentralen Sammelstelle ist hoher Durchsatz wichtig. Zentralvernichter oder modulare Lösungen eignen sich am besten. Fußabdruck ab 80 x 60 cm oder modularer Aufbau. Behältervolumen 100–200 Liter. Sicherheitsstufe je nach Bedarf P-4 bis P-6. Leerezyklen häufig, oft täglicher Service. Achte auf Geräuschdämmung und ausreichende Verkehrsfläche, damit Nutzer nicht im Weg stehen.
Kurz gefasst: Wähle Gerätetyp nach Nutzerzahl, Daten-Sensibilität und verfügbarem Platz. Plane immer etwas Reservefläche für Bedienung und Wartung ein. In praktischen Checklisten später erfährst du, wie du Raum und Gerät genau abgleichst.
Wie du schnell zum passenden Standort und Gerät kommst
Die richtige Wahl hängt von wenigen Kernfragen ab. Beantworte sie ehrlich. Dann kannst du Gerätetyp und Stellplatz sicher eingrenzen. Die folgenden Leitfragen helfen dir, systematisch vorzugehen.
Wie viele Blatt werden pro Tag vernichtet?
Wieso wichtig: Der Durchsatz bestimmt die Blattkapazität und das Behältervolumen. Aspekte: Zähle typische Tagesmengen oder schätze ein Monatsvolumen. Orientierung: Weniger als 20 Blatt pro Tag passt ein Schreibtischvernichter. 20 bis 100 Blatt pro Tag sind ein Fall für kompakte Standgeräte. Über 100 Blatt oder kontinuierlicher Zufluss spricht für Team- oder Zentralvernichter.
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Welche Sicherheitsstufe ist erforderlich?
Wieso wichtig: Die Sicherheitsklasse regelt, wie fein die Papierschnipsel werden. Aspekte: Sensible Daten wie Gesundheits- oder Personalakten brauchen höhere Stufen. Orientierung: Für allgemeine Unterlagen reicht P-2 bis P-3. Interne vertrauliche Daten P-4 bis P-5. Besonders schützenswerte Daten P-6 bis P-7. Richte die Wahl des Geräts nach der benötigten Stufe aus.
Ist ausreichend Platz und Servicezugang vorhanden?
Wieso wichtig: Wartung, Entleerung und Bedienung brauchen Freiraum. Aspekte: Prüfe Breite, Tiefe und Frontzugang. Plane einen Frontabstand von 30 bis 80 cm je nach Größe ein. Bei Zentralgeräten brauchst du Platz für größere Behälter oder externe Container. Bedenke auch Lärm und Verkehrswege.
Fazit
Für Homeoffice reicht meist ein leiser Schreibtischvernichter P-2 bis P-4. Kleine Teams wählen kompakte Standgeräte mit 20–30 Liter Behälter. Mittelgroße Büros setzen auf Teamvernichter P-4 bis P-5. Praxen und Kanzleien mit hohem Datenschutzbedarf wählen zentrale Lösungen P-5 bis P-7. Plane immer etwas zusätzliche Fläche für Bedienung und Wartung ein.
Praktische Kauf-Checkliste für deinen Aktenvernichter
- Maße prüfen. Miss den vorgesehenen Stellplatz genau aus. Vergleiche Breite, Tiefe und Höhe des Geräts mit deinem Raum und denke an Platz für das Öffnen des Behälters.
- Mindestabstand planen. Plane einen freien Frontabstand von 30 bis 80 cm je nach Gerät. So hast du genug Platz für Bedienung und Wartung ohne den Verkehrsfluss zu blockieren.
- Behältervolumen wählen. Schätze dein Papieraufkommen realistisch ein. Wähle 5–10 Liter für Homeoffice, 20–70 Liter für Teams und 100+ Liter oder Container für zentrale Stellen.
- Sicherheitsstufe beachten. Prüfe die notwendige DIN 66399-Stufe für deine Daten. Wähle mindestens P-4 für vertrauliche Unterlagen und P-5 bis P-7 für besonders schützenswerte Daten.
- Wartungs- und Servicezugang sichern. Achte auf Front- oder Seitentüren für einfache Entleerung und Wartung. Prüfe, ob Ersatzteile und Service in deiner Nähe verfügbar sind.
- Lärmpegel prüfen. Achte auf die Dezibel-Angabe bei Produktdaten. Für offene Büros sind leise Modelle sinnvoll. Für Technikräume ist Geräusch weniger kritisch.
- Rollen oder Standfestigkeit. Überlege, ob du das Gerät bewegen musst. Rollen erleichtern den Transport. Achte bei Rollen auf Feststellmechanismen und bei Standgeräten auf stabile Füße.
- Budget und Serviceverträge. Vergleiche Anschaffungskosten mit laufenden Kosten für Wartung und Entsorgung. Kläre Garantie und mögliche Serviceverträge vor dem Kauf.
Häufige Fragen zum Platzbedarf und zur Standortwahl
Wie viel Freiraum braucht ein Stand-Aktenvernichter?
Für Standgeräte solltest du vorne mindestens 30 bis 80 cm Freiraum einplanen, je nach Größe des Vernichters. Seitlich sind 10 bis 30 cm sinnvoll. Oben reichen meist 10 cm Abstand für die Einfüllöffnung und Lüftung. So bleibt genug Platz zum Entleeren und für Wartungsarbeiten.
Kann ich einen Aktenvernichter unter dem Schreibtisch platzieren?
Ja, das geht für kompakte Modelle, wenn Platz und Belüftung stimmen. Miss die Höhe und Tiefe unter dem Schreibtisch vor dem Kauf. Achte auf einfache Entleerung, sonst wird das Gerät schwer erreichbar. Vermeide Plätze direkt neben Kabeln oder Wärmequellen.
Wie groß muss der Auffangbehälter sein?
Die Größe richtet sich nach deinem Papieraufkommen und dem gewünschten Leerungsrhythmus. Für Zuhause reichen 5 bis 10 Liter, für kleine Teams 20 bis 30 Liter, für Abteilungen 40 bis 70 Liter und für zentrale Stellen 100 Liter oder mehr. Berücksichtige Umschläge, Heftklammern und Ordner, sie reduzieren die effektive Kapazität. Denke an einen leicht zugänglichen Entleerungsweg, damit volle Behälter schnell entfernt werden können.
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Welche Sicherheitsstufe erfordert mein Büro?
Die DIN 66399 beschreibt die Sicherheitsstufen P-2 bis P-7. Alltägliche Unterlagen kommen oft mit P-2 oder P-3 aus. Interne vertrauliche Unterlagen benötigen in der Regel P-4 oder P-5. Hochsensible Daten erfordern P-6 oder P-7; kläre die Anforderungen mit deinem Datenschutzbeauftragten.
Wie berücksichtige ich Reinigungs- und Entleerungswege?
Plane den Laufweg für Entleerung und Reinigung so, dass er nicht durch Arbeitsflächen blockiert wird. Bei zentralen Geräten prüfe Türbreiten, Korridormaße und Aufzuggröße. Sorge dafür, dass Servicepersonal genug Platz hat, um Behälter sicher zu entnehmen und zu ersetzen. Lege feste Leerungszeiten fest, damit es im Tagesbetrieb nicht zu Störungen kommt.
Typische Anwendungsfälle und reale Alltagsszenarien
Einzelbüro mit kleinem Schreibtisch
Situation: Du hast wenig Platz und einen schmalen Schreibtisch. Maßnahme: Wähle ein kompaktes Schreibtischgerät mit ca. 30 x 15 cm Fußabdruck. Stelle sicher, dass vorne mindestens 20 bis 30 cm frei sind, damit du den Behälter herausnimmst. Tipp: Teste vor dem Kauf die Höhe. Ein Vernichter, der zu hoch ist, passt oft nicht unter Regale. Fehler: Das Gerät zu dicht neben dem Kabelsalat platzieren. Folge: Schlechte Zugänglichkeit und erhöhte Stolpergefahr.
Gemeinsam genutzter Projektbereich
Situation: Mehrere Mitarbeitende nutzen denselben Bereich. Maßnahme: Wähle ein kompaktes Standgerät mit 20–30 Liter Behälter. Stelle es zentral und leicht erreichbar auf. Plane vorne 40 bis 50 cm Freiraum ein. Tipp: Kennzeichne das Gerät und lege einfache Nutzungsregeln fest. Fehler: Das Gerät direkt neben Besprechungsplätzen platzieren. Folge: Lärm stört Besprechungen.
Empfangsbereich mit Publikumsverkehr
Situation: Viele externe Personen passieren den Empfang. Maßnahme: Setze einen stabilen Standvernichter ein. Fußabdruck ab 40 x 30 cm. Stelle ihn so, dass Besucher nicht im Weg stehen. Tipp: Nutze markierte Bodenflächen und die Nähe zu einem Abfallcontainer. Fehler: Gerät in Durchgangszone ohne Sicherung stellen. Folge: Stolper- und Sicherheitsrisiko.
Archivraum mit hoher Vernichtungsmenge
Situation: Es fällt viel Papier an. Maßnahme: Nutze einen Team- oder Zentralvernichter mit großem Behälter oder externem Container. Plane Platz für Entleerungsfahrten und einen Servicezugang. Achte auf Tür- und Aufzugsmaße vor der Lieferung. Tipp: Richte feste Leerungsintervalle ein. Fehler: Das Gerät in einen engen Bereich stellen. Folge: Entleerung wird schwierig und zeitaufwendig.
Temporäre Events und Messen
Situation: Kurzfristig hoher Papieranfall an einem Event. Maßnahme: Nutze mobile oder mietbare Großvernichter. Platziere sie nahe dem Registrierungsbereich. Plane Platz für Transportwagen und temporäre Container. Tipp: Prüfe vorab Stromversorgung und Fläche. Fehler: Keine Zugangsprüfung für Abfallentsorger. Folge: Verzögerte Entsorgung.
Konkreter Rat: Miss immer den Stellplatz. Markiere die Fläche mit Klebeband. Prüfe Frontabstand und Türbreiten. Wähle Gerät nach Menge und Datenschutzbedarf. So vermeidest du die häufigsten Planungsfehler.
Gesetzliche Vorgaben und Datenschutzanforderungen beim Aufstellen
DSGVO und Grundprinzipien der sicheren Vernichtung
Personenbezogene Daten müssen so vernichtet werden, dass eine Wiederherstellung praktisch ausgeschlossen ist. Die DSGVO verlangt angemessene technische und organisatorische Maßnahmen. Prüfe vor der Vernichtung, ob Aufbewahrungsfristen greifen. Vernichte erst, wenn rechtliche Fristen abgelaufen sind oder eine Freigabe vorliegt.
DIN 66399 und Sicherheitsstufen
Die Norm DIN 66399 beschreibt Sicherheitsstufen P-2 bis P-7. Höhere Stufen erzeugen kleinere Partikel und damit höhere Sicherheit. Wähle die Stufe passend zum Datenschutzbedarf. Beispiel: internen Unterlagen genügen oft P-3/P-4, besonders schützenswerte Daten benötigen P-5 oder höher.
Branchenspezifische Regeln und Aufbewahrungsfristen
Einige Branchen haben ergänzende Vorgaben. In der Steuer- und Handelsbuchführung bestehen feste Aufbewahrungsfristen. In der Medizin und bei Rechtsakten gelten besondere Regeln zur Dokumentation. Kläre branchenspezifische Anforderungen mit deinem Datenschutzbeauftragten oder Rechtsberater.
Praktische Umsetzung im Büro
Verschaffe dir einen zentralen, kontrollierbaren Standort für sensible Vernichtung. Ein abschließbarer Raum oder ein verschließbarer Schrank reduziert Zugriff unberechtigter Personen. Stelle sicher, dass das Gerät die geforderte Sicherheitsstufe und passende Partikelgröße liefert. Nutze Geräteeinstellungen wie automatische Zuführungssperre oder Zeitverriegelung, wenn verfügbar.
Dokumentation und Nachweis
Führe eine revisionssichere Dokumentation der Vernichtung. Notiere Datum, Umfang, verantwortliche Person und verwendete Sicherheitsstufe. Elektronische Logs des Geräts und Vernichtungszertifikate externer Dienstleister sind nützliche Nachweise. Bewahre Protokolle entsprechend der Aufbewahrungsanforderungen auf.
Mitarbeiter und Dienstleister
Schule Mitarbeitende in der korrekten Handhabung und in Freigabeprozessen. Lege klare Regeln für die Nutzung und für Ausnahmen fest. Bei externen Shreddern vertragliche Vereinbarungen und ein Vernichtungsnachweis anfordern.
Die richtige Standortwahl, passende Sicherheitsstufe und saubere Dokumentation reduzieren rechtliche Risiken deutlich. Dieser Text ersetzt keine rechtliche Beratung. Bei Unsicherheiten kläre spezifische Anforderungen mit einem Fachanwalt oder Datenschutzbeauftragten.